Bushido und die NPD – Hass auf gleichem Level

Wowereit erstattet Anzeige gegen Bushido. Zu Recht, wie ich finde. In seinem neuen Song „Stress ohne Grund“ lässt Bushido wieder Hasstiraden ohne Ende ab. Er verbreitet vertonten Hass auf Schwule und Lesben. Auf bestimmte Politiker. Auf alle, die anders sind. Oder einfach nur den „Geburtsfehler“ haben, eine Frau zu sein.

In seinem Song geht er unter anderem auf Claudia Roth und Oliver Pocher los und erwähnt in einem Tweet, er habe Peter Maffay vergessen. Niveaulosigkeit auf unterstem Level halt. Eine Niveaulosigkeit, die man auch als Aufruf zum Mord verstehen kann.

Spiegel.de schreibt: „Der Bundestagsabgeordnete Omid Nouripour sprang den Geschmähten unterdessen zur Seite und übte scharfe Kritik an Bushido. „Wer als Musiker so wenig Talent hat, muss zu solchen fragwürdigen Mitteln greifen“, sagte der Grünen-Politiker.“ Das kann ich so nicht stehen lassen. Er ist ein hochgradig begabter Musiker, der, nebenbei bemerkt, auch noch weiß, wie man seine Musik auch vermarktet, er hat Erfolg. Den gönne ich ihm auch. Ich gönne jedem Menschen, der hart dafür arbeitet, den ihm zustehenden Erfolg.

Bushido ist nicht „von Beruf Sohn“, alles, was er erreicht hat, hat er selbst geschafft. Davor kann man durchaus Respekt haben. Aber Bushido missbraucht seinen Ruhm dazu, Hass zu säen. Hass, der von seinen „Jüngern“ dankbar aufgenommen wird, wie folgender Screenshot meines Twitteraccounts beweist:

Bildschirmfoto vom 2013-07-13 13:18:12

Auf meinen Tweet

Bildschirmfoto vom 2013-07-13 13:50:16

folgte ein Shitstorm des Hasses, eine Ansammlung von Anfeindungen unterster Schublade bis hin zu Bedrohungen meiner Person. Da wurde meine Partei angegangen und meine Mutter aufs ärgste beleidigt. Was aber haben meine Partei oder meine Mutter damit zu tun? Nun gut, diejenigen, die solchen Mist gepostet haben wissen es wahrscheinlich nicht besser. Oder sind durch Bushido schon so mit Hass infiziert, dass sie gar nicht mehr anders können. Sie haben den Hass Bushidos auf die Werte unserer Gesellschaft wie Schwämme aufgesogen. Hass auf Toleranz und gleichgeschlechtliche Liebe. Hass auf die Gleichstellung der Frau, vor der der Macho Bushido wahrscheinlich eher Angst hat, die ihn scheinbar verunsichert. Insofern ist es mir völlig unverständlich, dass sich so viele weibliche Fans an dem Shitstorm gegen mich beteiligen.

Es gab allerdings auch kluge Stimmen, die meinten, dass es ja zu Bushidos Marketingstrategie gehört, solche Machwerke zu verbreiten. Sicher, diese Leute haben Recht. Und es ist traurig, dass Bushido es nötig hat so etwas zu tun. Es ist einfach nur armselig.

Er stellt sich dabei auf eine Stufe mit den Hasspredigern der NPD. Auch die wettern gegen Schwule, Lesben und linke oder grüne Politiker. Gegen alle, die ein anderes als das „typisch deutsche“ Lebensmodell für sich gewählt haben. Sie wüten ebenso wie Bushido gegen alles was ihnen fremd erscheint. Irgendwie ist da eine sehr auffällige Parallele zu erkennen.

Bushido hat als bekannter Künstler eine gewisse Verantwortung. Er muss mehr als die Durchschnittsbürger darauf achten was er tut und sagt. Oder rapt. Er hat mit seinem Ruhm nicht nur Geld und ein gewisses Ansehen verdient, sondern eben genau diese Verantwortung. Und diese lässt es nicht zu, auf diesem Niveau Unfrieden zu stiften und Hass zu säen. Musik soll Freude bringen und Menschen zusammenführen. Über Grenzen, Glaubensbekenntnisse, Sprachbarrieren und Lebensmodelle jedweder Art hinweg. Bushido jedoch spaltet. Und findet es cool, somit auf einer Stufe mit rechten Gewalt- und Intoleranzpredigern zu stehen. Ich finde das nicht nur uncool, sondern hochgradig gefährlich. Denk mal darüber nach Bushido.

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4 Gedanken zu „Bushido und die NPD – Hass auf gleichem Level

    • Ich weiß zwar nicht, was das mit dem Thema zu tun hat, aber ich überlasse es der freien Interpretation der Leser. Da der Post weder beleidigend ist noch gegen gute Sitten oder das GG verstößt, wird er selbstverständlich freigeschaltet.

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      • die piraten sollen wahrnehmen, wie die öffentlichkeit sie immer noch sieht !!!
        sie wissen immer noch nicht, solche steilvorlagen wie prism oder bushido zu nutzen. viele wollen keine veränderung wählen, aber sehr viele wollen eben eine veränderung. es sollte mehr hervorgehoben werden, das egal welche partei man wählt, es zu keiner veränderung kommen wird.
        nach dem ausschlussverfahren kommt man dann auf die alternativlosen „basisdemokratischen piraten“, zwar (noch) nicht regierungsfähig, aber aus einem solchen chaos kann dann nur etwas neues entstehen.
        liebe grüsse von hier

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