#Blockupy und das Problem mit Krawallidioten

Um es vorwegzunehmen: Nein, ich bin kein Anhänger der Politik, die die EZB unter der Führung unseres allseits beliebten Herrn Mario Draghi verfolgt. Auch ich will nicht, dass die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter auseinanderklafft. Ich bin auch nicht dafür, dass die BürgerInnen der Europäischen Union weiter für die Fehlspekulationen der Banken in die Haftung genommen werden. Und ich bin sehr dafür, dass an unserem System etwas dahingehend geändert wird, dass es für die Menschen und nicht für das Kapital da ist. Somit bin ich also voll bei den Demonstrierenden, die sich diesem System entgegenstellen.

Heute in Frankfurt soll die neue Zentrale der EZB eröffnet werden. Da bietet es sich quasi von selbst an, den anwesenden Politikern klar zu machen, dass es so nicht weitergeht. Dass es die Politik der EZB ist, die die Chance, ein wirklich einiges Europa zu schaffen, leichtfertig aufs Spiel setzt.

Was ich beim besten Willen nicht gut heißen kann ist die Tatsache, dass schon wieder Krawalltouristen die Proteste nutzen, um ihrem kranken „Hobby“, dem Randale machen, nachzugehen. Sie sorgen nämlich dafür, dass #Blockupy NICHTS, aber auch gar nichts erreichen wird. Sie hinterlassen lediglich eine Schneise der Verwüstung und sorgen für Ablehnung der berechtigten Proteste. Sie beweisen immer wieder, dass ihnen nicht mal die Gesundheit und die Sicherheit Unbeteiligter etwas Wert ist, die auf dem Weg zur Arbeit vielleicht ebenfalls in eine Tränengaswolke geraten oder einen Stein abbekommen.

Mir erschließt sich auch nicht, was brennende Mülltonnen, eingeworfene Schaufenster oder zerstörte Buswartehäuschen mit der „Weltrevolution“ zu tun haben. Für mich ist dabei vor allem klar: Hier werden SINNLOS Werte zerstört, die weder etwas mit der EZB zu tun haben und oft genug unschuldigen Privatpersonen gehören. Brennende Autos zum Beispiel. Oder nehmen wir noch mal die Buswartehäuschen, die von den Verkehrsbetrieben aufgestellt werden. Diese Betriebe werden zum großen Teil durch die öffentliche Hand finanziert, also aus den Steuermitteln der Bürgerinnen und Bürger, also von der Allgemeinheit.

Auch ein wichtiges Thema dabei ist die Polizei. Ja, auch viele PolizistInnen sind mit der Politik der EZB nicht so wirklich einverstanden. Auch sie bekommen nicht mehr Zinsen auf ihr Erspartes als andere BürgerInnen. Aber trotzdem müssen sie ihren Job machen und für Ordnung und die Sicherheit der BürgerInnen sorgen. Sie halten ihren Kopf hin für ein System, das völlig aus dem Ruder zu laufen droht. Aber auch sie haben Familien, zu denen sie abends wieder heil und gesund zurückkehren wollen.

Dass alles stört aber die kleine Minderheit der Krawallos nicht, die bei jeder sich bietenden Gelegenheit anreisen um einfach nur Randale zu machen. Sie kommen genauso jedes Jahr nach Berlin um „sich auszutoben“. Dass hat nur leider nichts mit der Wahrnehmung von Bürgerrechten zu tun. Mit Revolution schon gar nicht , sondern eher mit Dummheit und Ignoranz. Auf den Demos die Polizistinnen mit Steinen und Molotowcocktails bewerfen und „scheiß Bullen“ brüllen, um genau diese „scheiß Bullen“ um Hilfe zu bitten, wenn man selbst ein Problem hat. Vielleicht wurde einem ja das Auto oder das Fahrrad geklaut oder vor der Wohnungstür stehen unsympathische Gestalten.

Hier sind aber auch die Veranstalter der Proteste in der Pflicht, solche Krawallsubjekte von ihren Demos fern zu halten. Natürlich ist dass nicht einfach, wahrscheinlich unmöglich. Kein Krawallo wird zu einer Demo kommen und offen erklären, auf Stress aus zu sein. Aber die Veranstalter können ihr Möglichstes tun, dass zu unterbinden. Dabei müssen sie sich auf die Mithilfe der friedlichen Mehrheit der Demonstranten verlassen können.

Es ist aber auch ein Problem der Gesellschaft. Nur wenn ALLE BürgerInnen diesen Randalierern geschlossen die rote Karte zeigen, wird dieses Problem verschwinden. Nur wenn die Gesellschaft sowohl die Polizei als auch die Gerichte dabei unterstützt, solche Elemente festzustellen, abzuurteilen und ihrer Strafe zuzuführen, werden wir dass in den Griff bekommen.

Zum Abschluss möchte ich Allen noch einen Slogan der DDR-Bürgerrechtsbewegung mit auf den Weg geben. Er hieß

KEINE GEWALT!

Die DDR-Regierung, die Staatssicherheit und die bewaffneten Organe mussten 1989 vor den friedlichen Protesten der BürgerInnen kapitulieren. Es kann wieder klappen. Aber nur ohne Krawallmacher.

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