Antifa und das Herumdoktern an Symptomen

Seit Monaten geht es durch die Medien und reißt durch die Inflation an immer gleichen Meldungen wohl keinen mehr so richtig vom Hocker: Im Mittelmeer ertrinken immer wieder hunderte Flüchtlinge. Viele Menschen sind trotzdem über die Größenordnungen schockiert. Menschen ertrinken bei dem Versuch, ihr Leben zu retten.

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Und dann gibt es die Antifaleute die versuchen, die BürgerInnen unseres Landes davon zu überzeugen, dass wir mehr Flüchtlinge aufnehmen. Es gelte, so viele Flüchtlinge wie nur irgend möglich in Europa, vor allem in Deutschland, aufzunehmen. Wir sind in der Pflicht und wer nicht mitmacht ist sowieso ein Nazi.

Dumm nur, dass sie die BürgerInnen dadurch verschrecken und gegen ihre Ziele dadurch aufbringen, dass sie wirklich Alle als Nazis diffamieren, die nicht in ihre Kerbe schlagen. Denn viele Bürger wünschen den afrikanischen Flüchtlingen von Herzen alles Gute, sehen aber andere Lösungsansätze als NUR die Aufnahme von Flüchtlingen. Dabei wollen sie aber keinem Menschen, der vor Krieg oder Hunger flieht, die Hilfe und das Asyl verweigern.

Wer vor Krieg, Folter oder Verfolgung flüchtet, fürchtet um sein Leben und sucht Sicherheit. Wer vor Hunger flüchtet, sucht irgendwo anders Nahrungsquellen, die sein Überleben sicherstellen. Alle von uns würden genauso handeln, jeder Mensch hat das Anrecht auf sein Paradies. Dass sehen die meisten BürgerInnen auch so. Wie ich zum Beispiel auch. Nur sind genau diese BürgerInnen für die Antifas halt Nazis, weil sie nicht auf jede ProAsyl-Demo gehen oder nicht für die Besetzung von Schulen durch Asylbewerber sind. Und außerdem wagen es diese BürgerInnen, etwa die Besetzung des Berliner Fernsehturms als Erpressung unserer Gesellschaft zu betrachten.

Liebe Antifa: Ihr doktert doch nur an Symptomen herum, die in Form von Asylbewerbern verständlicherweise nach Europa drängen. Um aber Symptome abzustellen muss man an die Wurzel des Übels heran. Und dass ist ein ganzes Stück mehr Arbeit als das „Von-Demo-zu-Demo-rennen“.

Ich spreche davon, die Ursachen von Hunger, Leid und Krieg auszumerzen. Und dazu ist es meines Erachtens eher notwendig, die großen Konzerne wieder an die Kette zu legen. Konzerne wie Nestlé, die in Afrika die Süßwasserressourcen aufkaufen, um damit horrende Gewinne zu erzielen. Süßwasser, welches die Menschen dort zum Leben brauchen. Oder nehmen wir Monsanto, ein Konzern, der mit verantwortlich dafür ist, dass riesige Urwälder abgeholzt werden. Und nicht zuletzt Finanzkonzerne wie – um den größten zu nennen – Black Rock, die in alles investieren, was Leid, Armut Hunger, Tod und Krieg verspricht. Da sind offensichtlich die größten Gewinne zu holen. (Black Rock ist auch Großaktionär bei Monsanto und Nestlé)

Kein Mensch flüchtet gern. Schließlich lässt er damit auch seine Familie, seine Heimat und auch seine Freunde zurück. Und damit ein Stück seiner oder ihrer Identität. Es sind die oben von mir genannten Missstände, die die Menschen Afrikas massenhaft zur Flucht treiben. Wenn ihr daran etwas ändern wollt, müsst ihr zuallererst an das Bewusstsein der hiesigen Bevölkerung appellieren. Dass fängt schon beim bewussten Einkaufen an. Wer bei PRIMARK einkauft, um billig an Kleidung zu kommen unterstützt damit die Firmen, die irgendwo in der dritten Welt billig und unter menschenunwürdigen, zum Teil extrem gefährlichen Zuständen produzieren lassen. Und hier fängt die Kette an.

Viele Menschen hierzulande sind dazu gezwungen, billig Kleidung zu kaufen, weil ihre Einkommen es nicht hergeben, FairTrade-Kleidung zu erwerben. Dass bedeutet, dass hier die Löhne ein vernünftiges Niveau erreichen müssen. Dazu aber muss man den Konzernen eines kürzen: Einen Großteil der Gewinne. Und diese müssten auf die MitarbeiterInnen als Lohn- oder Gehaltserhöhungen umverteilt werden.

Diese Gewinne jedoch versuchen die großen Global Player derzeit mit TTIP und anderen Abkommen zu zementieren und noch weiter auszubauen. Nicht umsonst ist ein von den Teilnehmerstaaten unabhängiges Gericht geplant, bei dem Unternehmen ihre entgangenen Gewinne einklagen können. Auf Kosten der SteuerzahlerInnen übrigens. Das Unternehmerische Risiko soll also auf die Allgemeinheit abgewälzt werden. Außerdem soll jede Sicherheit wie zum Beispiel der Verbraucherschutz ausgehebelt werden. Diesem gesamten Ansinnen heißt es sich entgegenzustellen.

Damit aber die Konzerne in Zukunft noch mehr schalten und walten können wie sie wollen, brauchen sie ihre Handlanger in der Politik. Und die müssen möglichst fest im Sattel sitzen. Und damit die auch im besagten Sattel bleiben, müssen sie mehr und mehr ihre Bevölkerungen überwachen. Dazu werden so wundervolle Sachen wie die Vorratsdatenspeicherung und ähnliches ausgeheckt. Und um den Konzernen Lohnverhandlungen in Zukunft so einfach wie möglich zu machen, erfinden die Handlanger in der Politik das „Tarifeinheitsgesetz“, mit dem ein großer Teil der Gewerkschaften ausgehebelt werden soll… Und so weiter und so fort.

Liebe Antifas: Ihr seht, dass das „Projekt Refgugees“ viel größer ist, als ihr es angelegt habt. Aber erst, wenn die „erste- oder die westliche Welt“ aufhört, die Menschen in der dritten Welt nach allen Regeln zu bestehlen und auszurauben, wird dass Flüchtlingsproblem gelöst. Dann hätten die Menschen in Afrika genug und bräuchten wahrscheinlich nicht mal unsere Hilfe.

Dass setzt aber freie BürgerInnen und eine starke Demokratie voraus. BürgerInnen, die bereit sind für „Ihre“ Sache einzustehen. BürgerInnen, die nicht nur bereit, sondern vor Allem auch in der Lage sind, faire Preise zu zahlen. BürgerInnen, die die Macht haben, Konzerne zu boykottieren wenn diese Menschen und Ressourcen in Raubrittermanier ausbeuten.

Seid ihr, liebe Antifas, bereit, diese riesige Aufgabe mit zu stemmen und die Ursachen der Syptome zu beseitigen? Ich lade euch gern dazu ein. Euer schräges „Feindbild“ müsstet ihr dazu aber ablegen. Also hört auf, euch von „Nazis“ umzingelt zu sehen und macht mit! Vor allem aber würdet ihr damit anderen großen Profiteuren am Flüchtlingselend einen Strich durch die Rechnung machen: Den Schleppern. Jenen Leuten, die zu horrenden Preisen die Flüchtlinge auf völlig überfüllte und zum Teil seeuntüchtige Schiffe und Boote stecken und denen es völlig egal ist, ob diese Menschen Italien oder Griechenland jemals zu sehen bekommen. Sie haben den Gewinn schon eingefahren.

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