Burka – Werte – Grundgesetz

Die derzeit stattfindende Diskussion um ein Burkaverbot in Deutschland ist traurig. Genauso traurig ist es, dass wir überhaupt in die Situation gekommen sind, diese Diskussion führen zu müssen. Denn die Debatte um ein Burkaverbot ist eigentlich nur die Spitze des Eisbergs um die misslungene Integration vorrangig muslimischer Migranten.

Hier sei darauf verwiesen, dass es die Mehrheit der muslimischen Migranten sehr wohl geschafft hat, sich hier zu integrieren. Sie gehen ihrer Arbeit nach, zahlen ihre Steuern und nicht wenige verteidigen unsere Werte, obwohl sie Muslime geblieben sind. Und es ist kein Verbrechen, Muslim zu sein.

Allerdings stellen wir seit Jahren eine zunehmende Radikalisierung der muslimischen „Szene“ fest. Salafisten missionieren und verteilen Korane. Letztendlich dienen diese „Lies“-Aktionen nur dazu, immer mehr Menschen zum radikalen Islamismus zu bekehren und nach Möglichkeit auch für den Islamischen Staat zu werben.

Immer mehr Moscheen stehen unter Beobachtung durch den Verfassungsschutz. Warum wohl, wenn sie dort nur Frieden predigen? Weil sie genau dass immer seltener tun. Sie predigen Hass gegen eine Gesellschaft, die sie aufgenommen hat und verhöhnen die Werte, die sich diese Gesellschaft durch Aufklärung gegeben hat. Kurzum: Sie verachten „alles Westliche“, wollen aber genau hier leben bleiben.

Nun zur Burka. Sie ist kein Symbol weiblicher Freiheit, sondern ein Zeichen mangelnden Integrationswillens. Die Burka ist ein Symbol von Salafismus und Wahabismus. Beides steht den Werten, welche in unserem Grundgesetz verankert sind, komplett entgegen. Somit kann das Tragen der Burka genau wie das Tragen einer SS-Uniform in der Öffentlichkeit durchaus verboten werden.

Es ist unglaubwürdig, wenn gerade in Zeiten eines Erstarkens der AfD, muslimische Interessenverbände immer öfter und immer mehr Maßnahmen für die Integration von Menschen, die aus muslimischen Ländern stammen, fordern, selbst aber ihre Mitglieder nicht entsprechend oder ausreichend fördern. Man kann nicht immer nur Rücksicht einfordern ohne auch eine Gegenleistung zu bieten. Es liegt doch in der Hand muslimischer Interessenverbände, salafistischen Hasspredigern, die oft genug extra aus dem Ausland importiert werden, hierzulande das Predigen zu verbieten. Es liegt in der Hand der muslimischen Interessenverbände, ihren Mitgliedern klar zu machen, dass ein Zusammenleben „mit den Anderen“ nur funktioniert, wenn man sich anpasst. Dabei muss man keinesfalls seine Identität oder Kultur aufgeben.

Das Verbot des Tragens von Burkas in der Öffentlichkeit wäre ein klares Zeichen an die muslimischen Mitbürger und Einwanderer: „Bis hierher und nicht weiter. Hier gelten andere Regeln!“ Es wäre ein in-die-Schranken-weisen der Salafisten und Hassprediger. Und wenn das dem Einen oder Anderen nicht in den Kram passt, kann er ja seinen deutschen Pass zurückgeben (sofern er einen hat) und das Land verlassen. Hier darf kein Platz sein für Kleidungsstücke, die nicht eine Religion, sondern eine faschistoide Ideologie symbolisieren.

Es muss vor Allem mit den Fehlern der Vergangenheit Schluss gemacht werden. Es darf nicht weiter zugelassen werden, dass sich muslimische Migranten in „eigenen Stadtvierteln“ ghettoisieren, „eigene“ Läden und somit keinen Grund, die deutsche Sprache zu lernen, haben. Es muss Schluss sein mit den eigenen „Friedensrichtern“, die eine Paralleljustiz geschaffen haben. Warum brauchen andere Migranten so etwas nicht?

Solange solche Zustände herrschen und muslimische Verbände gegen ein Burkaverbot ankämpfen kann von Integrationswillen leider keine Rede sein.

Interessant ist hierbei übrigens das Schweigen der linksradikalen Feministinnen. Selbstverständlich wollen sie die Burka nicht, können das aber nicht sagen, weil sie ja dann Nazis wären…

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Ist wirklich „die Kirche“ schuld?

Seit Tagen können wir es lesen: Der Limburger Bischof Tebartz-van Elst verschwendet für seinen neuen Bischofssitz nicht 5,5 Millionen, sondern doch eher 31 Millionen, eigentlich könnten es sogar vierzig werden… Ein Ende der Kostenspirale scheint nicht absehbar.

In etlichen Blogs konnte ich nun mehrfach lesen, dass es ja damit „endlich mal die Richtigen“ treffe, „die Katholen“ waren schon immer so oder „die Kirche hat es ja“. Auch so was wie „Wasser predigen und Wein saufen“ durfte ich da erfahren.

Sicher: So ganz falsch sind diese Kommentare nicht. Und trotzdem sind sie komplett verkehrt. Warum? Ganz einfach: Es geht hier nicht um die Kirche an sich, sondern um einen!!! Menschen der den Hals nicht voll genug bekommen konte, der seine Prunk- und Protzsucht massiv auslebte. Die katholische Kirche bringt Bichof Tebartz-van Elst durch seine Gier in schmerzlichen Verruf.

Fakt: Eine Kirche ist eine Glaubensgemeinschaft und besteht in erster Linie aus etlichen einzelnen Menschen, im Falle der Katholischen Kirche handelt es sich um etwa 1,196 Milliarden Mitglieder (Quelle: Wikipedia). Die weitaus größte Anzahl von ihnen lebt die von ihrer Kirche vertretenen Ideale so, wie man es erwarten darf. Sie engagieren sich mehr oder weniger, leisten ihren Dienst an ihrem Gott und der menschlichen Gemeinschaft, helfen in Not geratenen Mitmenschen, oft auch solchen, die anderen Religionsgemeinschaften angehören, und nehmen ihre Pflichten als Katholiken wahr.

Die meisten Katholiken sind froh, dass es nun endlich mal wieder einen „Papst der Armen“ gibt, einen, der die katholische Kirche wieder zu ihren Wurzeln zurückführt, den Gläubigen und Nichtgläubigen ein leuchtendes Vorbild sein kann. Papst Franziskus hat ein schweres Erbe angetreten. Ein Erbe, das eine Bürde darstellt, die die meisten von uns nicht in der Lage wären zu tragen. Er ist in der Situation, das Vertrauen in eine Kirche wieder herzustellen, welches durch die Verfehlungen einzelner!!! Schaden genommen hat.

Er trat ein Erbe an, welches belastet war durch einzelne!!! Priester, die ihre minderjährigen Schützlinge missbrauchten, auch sexuell. Sein Erbe ist vorbelastet durch einzelne!!! katholische Würdenträger, die ihre Macht missbrauchten um sich selbst ein besseres Leben zu ermöglichen. Vor allem aber birgt sein Amt die Bürde der Hoffnung, dass nun alles besser wird. Dass „der Laden endlich mal aufgeräumt wird“.

Tebartz-van Elst ist sicher dabei nur die berühmte Spitze des Eisbergs, aber er ist derjenige, der es maßlos übertrieben hat. Bereits seit längerem protestieren die Mitglieder seiner Diözese gegen seinen autoritären Führungsstil, dagegen, dass er sich wie ein König aufführt. Dagegen, dass er die Gläubigen seines Bistums nach Strich und Faden hinters Licht führt.

Es sind nicht die gläubigen Katholiken, die es für nötig befanden, sich Badewannen für jeweils 15.000 Euro ins Bad zu stellen. Es sind nicht die gläubigen des Bistums Limburg, die unter Aufbietung einer massiven kriminellen Energie die Baukosten in abnorme Höhen trieben und die Wahrheit darüber verschleierten.

Es ist Tebartz-van Elst, der betrog, hintertrieb und diese kriminelle Energie entwickelte. Es ist nicht „die Kirche“. Auch nicht „die Katholen“. Da möchte ich doch um Unterscheidung bitten und an dieser Stelle an Katholiken wie Mutter Teresa oder Franz von Assisi erinnern.

Es ist wie in einer Partei. Wenn zum Beispiel einer meiner Piraten in großem Stil betrügt, die Parteikassen plündert, Meineide ablegt und Steuern hinterzieht würde ich mich auch schlecht fühlen, wenn die Öffentlichkeit von diesem einen auf alle Piraten schließen würde. Denn auch eine Partei ist in erster Linie eine Ansammlung vieler Mitglieder, die ebenfalls ein Ideal vertreten, welches man vielleicht sogar mit einer Art Glauben gleichsetzen kann. Also lassen wir doch bitte mal die Kirche im Dorf.

Tebartz-van Elst hat einen Scherbenhaufen hinterlassen, der so schnell nicht zu kitten sein wird. Viele Katholiken treten derzeit aus ihrer Kirche aus und verlassen damit, ob aus Protest oder weil „das Fass einfach mal übergelaufen ist“, die Gemeinschaft, die ihnen einst ein zweites Zuhause ware, die ihnen vielleicht wie eine zweite Familie gewesen ist. Sie wollen nicht mehr einer Kirche angehören, in der „die da oben“ machen können was sie wollen. Für viele war bestimmt auch der Druck der Öffentlichkeit und die einseitige Berichterstattung der Medien nach den Missbrauchsskandalen zu groß. Sie wollen jedenfalls nicht mehr dazugehören. Lieber leben sie ihren Glauben Zuhause im stillen Kämmerlein als dass man weiter auf sie als Teil einer Kirche zeigt, die jahrelangen Missbrauch, Völlerei und Betrug einzelner!!! zugelassen, vielleicht sogar unterstützt hat.

Viele von diesen Vorurteilen stammen noch aus dem Mittelalter, vor allem aber aus der Renaissance. Man erinnere sich nur an den Borgiapapst Alexander IV., der keine der Todsünden ausließ. Aber noch mal: Nie war es die katholische Kirche, die diese Verbrechen beging, es waren einzelne in Machtpositionen. Nicht die katholische Gemeinschaft. Die aber hat nun das Problem mit Vorurteilen, die sich in ihrer zweitausendjährigen Geschichte angesammelt haben. Und sie hat ein ernsthaftes Problem mit einigen!!! in ihren Führungsriegen. Mit einigen? Ja. Denn auch beim Führungspersonal der katholischen Kirche handelt es sich zum weitaus größten Teil um Personen, die wirklich ihren Glauben und seine Werte leben. Und die nun unter den Vorurteilen, die durch die Verfehlungen anderer aufgekommen sind, zu leiden haben.

Papst Franziskus hat sich diesem Erbe gestellt. Er zeigt uns, dass Werte wie Bescheidenheit, Ehrlichkeit, Liebe, Mitgefühl und Hilfe, kurzum der Dienst an den Menschen, die wahren katholischen Werte sind. Ich wünsche ihm und allen katholischen Menschen dieser Welt dabei viel Kraft und die nötige Ausdauer. Die werden sie nämlich brauchen auf diesem Weg, der lang und steinig sein wird. Diese aufrichtigen Wünsche kommen von einem Menschen, der kein Katholik ist.

Bushido und die NPD – Hass auf gleichem Level

Wowereit erstattet Anzeige gegen Bushido. Zu Recht, wie ich finde. In seinem neuen Song „Stress ohne Grund“ lässt Bushido wieder Hasstiraden ohne Ende ab. Er verbreitet vertonten Hass auf Schwule und Lesben. Auf bestimmte Politiker. Auf alle, die anders sind. Oder einfach nur den „Geburtsfehler“ haben, eine Frau zu sein.

In seinem Song geht er unter anderem auf Claudia Roth und Oliver Pocher los und erwähnt in einem Tweet, er habe Peter Maffay vergessen. Niveaulosigkeit auf unterstem Level halt. Eine Niveaulosigkeit, die man auch als Aufruf zum Mord verstehen kann.

Spiegel.de schreibt: „Der Bundestagsabgeordnete Omid Nouripour sprang den Geschmähten unterdessen zur Seite und übte scharfe Kritik an Bushido. „Wer als Musiker so wenig Talent hat, muss zu solchen fragwürdigen Mitteln greifen“, sagte der Grünen-Politiker.“ Das kann ich so nicht stehen lassen. Er ist ein hochgradig begabter Musiker, der, nebenbei bemerkt, auch noch weiß, wie man seine Musik auch vermarktet, er hat Erfolg. Den gönne ich ihm auch. Ich gönne jedem Menschen, der hart dafür arbeitet, den ihm zustehenden Erfolg.

Bushido ist nicht „von Beruf Sohn“, alles, was er erreicht hat, hat er selbst geschafft. Davor kann man durchaus Respekt haben. Aber Bushido missbraucht seinen Ruhm dazu, Hass zu säen. Hass, der von seinen „Jüngern“ dankbar aufgenommen wird, wie folgender Screenshot meines Twitteraccounts beweist:

Bildschirmfoto vom 2013-07-13 13:18:12

Auf meinen Tweet

Bildschirmfoto vom 2013-07-13 13:50:16

folgte ein Shitstorm des Hasses, eine Ansammlung von Anfeindungen unterster Schublade bis hin zu Bedrohungen meiner Person. Da wurde meine Partei angegangen und meine Mutter aufs ärgste beleidigt. Was aber haben meine Partei oder meine Mutter damit zu tun? Nun gut, diejenigen, die solchen Mist gepostet haben wissen es wahrscheinlich nicht besser. Oder sind durch Bushido schon so mit Hass infiziert, dass sie gar nicht mehr anders können. Sie haben den Hass Bushidos auf die Werte unserer Gesellschaft wie Schwämme aufgesogen. Hass auf Toleranz und gleichgeschlechtliche Liebe. Hass auf die Gleichstellung der Frau, vor der der Macho Bushido wahrscheinlich eher Angst hat, die ihn scheinbar verunsichert. Insofern ist es mir völlig unverständlich, dass sich so viele weibliche Fans an dem Shitstorm gegen mich beteiligen.

Es gab allerdings auch kluge Stimmen, die meinten, dass es ja zu Bushidos Marketingstrategie gehört, solche Machwerke zu verbreiten. Sicher, diese Leute haben Recht. Und es ist traurig, dass Bushido es nötig hat so etwas zu tun. Es ist einfach nur armselig.

Er stellt sich dabei auf eine Stufe mit den Hasspredigern der NPD. Auch die wettern gegen Schwule, Lesben und linke oder grüne Politiker. Gegen alle, die ein anderes als das „typisch deutsche“ Lebensmodell für sich gewählt haben. Sie wüten ebenso wie Bushido gegen alles was ihnen fremd erscheint. Irgendwie ist da eine sehr auffällige Parallele zu erkennen.

Bushido hat als bekannter Künstler eine gewisse Verantwortung. Er muss mehr als die Durchschnittsbürger darauf achten was er tut und sagt. Oder rapt. Er hat mit seinem Ruhm nicht nur Geld und ein gewisses Ansehen verdient, sondern eben genau diese Verantwortung. Und diese lässt es nicht zu, auf diesem Niveau Unfrieden zu stiften und Hass zu säen. Musik soll Freude bringen und Menschen zusammenführen. Über Grenzen, Glaubensbekenntnisse, Sprachbarrieren und Lebensmodelle jedweder Art hinweg. Bushido jedoch spaltet. Und findet es cool, somit auf einer Stufe mit rechten Gewalt- und Intoleranzpredigern zu stehen. Ich finde das nicht nur uncool, sondern hochgradig gefährlich. Denk mal darüber nach Bushido.

Die Transparenz der katholischen Kirche

Kindesmissbrauch. Eines der schlimmsten Verbrechen, die sich ein normaler mitteleuropäischer Mensch vorstellen kann. An katholischen Schulen und Internaten in den 70er und 80er Jahren alltägliche Normalität. Als sich das erste Opfer zu Wort meldete und den unerhörten Vorwurf des Kindesmissbrauchs äußerte wurde er als Lügner diffamiert. Katholische Priester tun so etwas nicht, schließlich unterliegen sie dem Zölibat und haben damit keine „gewissen Bedürfnisse“. Dann meldeten sich noch einige ehemalige Schüler diverser katholischer Schulen und Internate mit den selben Vorwürfen. Das waren dann bedauerliche Einzelfälle. Nach und nach fanden aber immer mehr „ehemalige“ den Mut, öffentlich über ihre Misshandlungen zu sprechen und auch darüber, wie sie sexuell missbraucht wurden. Nun wurde seitens der katholischen Kirche dann doch zugegeben, dass es durchaus so etwas gegeben haben könnte, dass es möglich sei. Allerdings wurde immer nur das zugegeben, was nicht mehr abzustreiten war. Schadensbegrenzung war angesagt.

Irgendwann begannen die hohen Würdenträger, sich Asche aufs Haupt zu streuen und gelobten Aufklärung und Entschädigung. Die Frage stellte sich, wie geschundene Seelen zu entschädigen sind. Und ob das überhaupt machbar sei. Viele Entschuldigungen wurden ausgesprochen, personelle Konsequenzen angekündigt und außerdem wolle man in Zukunft alles anders und sowieso besser machen. Und vor allem wollte man mit aller Konsequenz und Offenheit alles aufdecken, schließlich ist ja die Kirche eine Organisation, in die man Vertrauen haben soll. Und dieses vertrauen wolle man zurückgewinnen.

Um diese Bemühungen zu untermauern holte man sich professionelle Hilfe vom Kriminologische Forschungsinstitut Niedersachsen (KFN) unter Christian Pfeiffer. Die Ermittler sollten Zugang zu allen relevanten Akten erhalten und auch ohne jegliche Behinderung ermitteln sowie ihre Ergebnisse öffentlich machen dürfen, von Transparenz war die Rede. Das war letztes Jahr.

Nun kündigte die Kirche diese Zusammenarbeit auf. Erst wollten die Kirchenoberen, dass nur von ihnen genehmigte Ergebnisse an die Öffentlichkeit getragen werden. Soviel zum Thema Transparenz und Offenheit. Dann stellte der Leiter des KFN, Christian Pfeiffer fest, dass Akten vernichtet oder vorenthalten worden waren. Soviel zum Thema Zusammenarbeit. Alles in allem hat die katholische Kirche jede vorher getroffene Vereinbarung gebrochen. Es fragt sich, wie die Opfer, von denen einige immer noch seelische Wunden haben, darauf reagieren, was sie fühlen, was in ihnen vorgeht. Die Kirche tritt „ihre Schäfchen“ mit Füßen. Trampelt auf deren Seele herum.

Es stellt sich mir wirklich die Frage, wie man zu einer solchen Organisation wieder Vertrauen fassen soll. Es scheint, als ob die „oberen Herren“, die Bischöfe  der katholischen Kirche, der selbigen einen Gefallen erwiesen haben. Den kleinen Priestern, die sich nichts zuschulden kommen lassen und die versuchen, für „ihre Schäfchen“ seelsorgend da zu sein haben sie jedenfalls keinen großen Dienst erwiesen.

Ja. Es gibt sie. Auch in der katholischen Kirche. Und sie stellen tatsächlich die große Mehrheit. Priester, die sich um ihre Gemeinde kümmern. Priester, die ein offenes Ohr für die Sorgen ihrer Gemeindemitglieder haben. Priester, die sich um Alkohol- oder Drogenabhängige kümmern und für die das Gebot der Nächstenliebe nicht sexuelle Handlungen mit Kindern bedeutet. Priester, die in einer Zeit, in der der Staat sich immer mehr aus der Verantwortung zieht wenn es um Jugendarbeit geht, Kindern und Jugendlichen sinnvolle Freizeitgestaltungen bieten und ein Auge darauf haben, dass die Kids nicht auf die schiefe oder extremistische Bahn geraten. Denen wird durch die Entscheidung einiger wortbrüchiger und verantwortungsloser Bischöfe der Job schwer gemacht.

Scheinbar haben die Verantwortlichen der katholischen Kirche letztes Jahr im Sommer den Aufklärungsaktionismus nur betrieben, um Zeit zu gewinnen, bis die Öffentlichkeit das Thema vergessen hat. Offensichtlich wollte man Gras „über die Sache“ wachsen lassen. Sie haben nicht damit gerechnet, dass die Öffentlichkeit so schnell wieder wachgerüttelt werden kann. Bleiben wir wach. Schauen wir hin. Kindesmisshandlung und Kinderschändung sind, wie eingangs erwähnt, mit die furchtbarsten Verbrechen.